Die menschliche Seite der Automatisierung

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Als Pferd und Kutsche durch die automatisierte Produktion von Autos ersetzt wurden, setzte dies eine völlig neue Fertigungs- und Servicebranche in Gang, die auf Automobilen basiert. Das Fließband wurde geschaffen. Es wurden Reifenhersteller benötigt. Taxiservices begannen damit, Fahrten gegen eine Gebühr anzubieten. Rennteams haben aus der Branche einen Sport gemacht. Auf ähnliche Weise wurden, als das Waschbrett durch die Waschmaschine ersetzt wurde, Waschmittelhersteller, Waschsalons und in jüngerer Zeit ein Foldimate – eine Roboter-Faltmaschine – hervorgebracht.

Die Automatisierung verändert seit mehr als 500 Jahren die Art der Arbeit. Sie hat arbeitsintensive Aufgaben ersetzt, sich wiederholende Aufgaben übernommen, die Produktionsgeschwindigkeit erhöht und neue Arbeitsströme generiert. Noch wichtiger ist, dass sie die Art der Arbeit selbst weiter verändert. In der Versicherungsbranche können beispielsweise automatisierte Prozesse das Volumen und die Qualität von Kundenprofilen verwalten. So können Versicherungsagenten durch eine verbesserte Profilerstellung mehr Qualitätszeit mit ihren Kunden verbringen. Die Agenten verstehen die Bedürfnisse ihrer Kunden besser und haben dadurch einen besseren Einblick, um relevantere Produkte anzubieten. In der Gesundheitsbranche können sich Roboterassistenten um die Einteilung der Patienten kümmern. Dadurch wird gewährleistet, dass sich Ärzte und Krankenpfleger darauf konzentrieren können, mehr Leben zu retten.

Bei der Automatisierung geht es nicht darum, Menschen durch Maschinen oder menschliche Agenten durch Roboter zu ersetzen. Vielmehr geht es darum, unsere menschlichen Fähigkeiten und unseren Einfallsreichtum zu steigern und zu verbessern. Anschließend können Menschen das erledigen, was sie am besten können: kreativ und innovativ sein.

Heutzutage zwingt der Unternehmenswettbewerb viele Unternehmen dazu, Automatisierungslösungen einzuführen. Diese werden die Agilität des Unternehmens erhöhen und zur Verbesserung des Kundenservice beitragen. Außerdem werden sie dazu beitragen, die IT-Effizienz zu steigern und damit die Kosten zu senken.

Wo beginnen Sie Ihre Automatisierungs-Journey?

Bei meinen Interaktionen mit Kunden und Interessenten stelle ich fest, dass sie sich Automatisierungsplattformen ansehen, bevor sie wissen, was wirklich automatisiert werden muss. Sie fragen: „Funktioniert diese Plattform am besten?“ oder „soll ich Blue Prism oder Automation Anywhere für meine Robotic Process Automation verwenden?“ Tools und Technologien sind nur ein Teil der Infrastruktur. Zu den Hauptfiguren gehören hier Automatisierungsbewertungen, Geschäftsprozesse und Automatisierungsziele. Kunden müssen zuerst die am besten geeigneten Bereiche identifizieren, die optimiert werden sollen. Dies basiert auf ihren Unternehmens- und Automatisierungszielen. Nachdem sie diese Bereiche identifiziert haben, können sie die am besten geeignete Automatisierungslösung anwenden.

Zunächst richten Sie die Bühne ein. Die Eröffnungsszene beginnt mit vier Hauptdarstellern:

  • Business Intelligence: eine Reihe von Prozessen, Anwendungen, Daten und technischen Architekturen, die zur Erfassung, Datenanalyse, Darstellung und Verbreitung von Geschäftsinformationen verwendet werden
  • Erweiterte Analyse: Einsatz von Techniken und Tools zum Ermitteln von tieferen Einblicken, Treffen von Prognosen oder Generieren von Empfehlungen
  • Maschinelles Lernen: eine Anwendung der künstlichen Intelligenz (KI), mit der Systeme automatisch aus Erfahrungen lernen und sich verbessern können, ohne explizit programmiert zu werden; die Entwicklung von Software, die auf Daten zugreifen und diese verwenden kann, um selbst zu lernen.
  • Kognitives Computing: die Fähigkeit einer Maschine, mithilfe logischer Ableitungen Probleme zu lösen und entsprechend auf ihre Umgebung zu reagieren.

Die richtigen Daten sind entscheidend für den Erfolg. Je besser Ihre Daten sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihre Automatisierung erfolgreich ist. Diese Grundlage ermöglicht es den sogenannten „Automatisierungsdarstellern“, ihre Rollen effektiver wahrzunehmen. Basierend auf der Handlung der oben genannten datengesteuerten Darsteller und darauf, wie sie sich in Ihrem Unternehmen abspielen, können Sie jetzt Ihre nächsten Szenen planen und mit diesen vier Hauptdarstellern handeln:

  • Menschen: Eine zuverlässige, nachvollziehbare Datenschicht hilft menschlichen Agenten, ihre Arbeit schneller und effektiver zu erledigen.
  • Autonomie: skriptbasierte, autonome, regelbasierte Lösungen, die vorhersehbare Aktivitäten übernehmen und diese vollständig automatisieren sollen
  • Robotic Process Automation (RPA): Softwareroboter, die prozessbasierte Aufgaben übernehmen können
  • Virtuelle Agenten (VA): VAs ersetzen die Interaktion zwischen Personen und treffen unabhängige Entscheidungen.

Nicht alle Unternehmen benötigen diese Charaktere gleichermaßen. Abhängig von ihren Geschäftszielen müssen Unternehmen ihre Besetzung sorgfältig auswählen und ihnen ihre jeweiligen Rollen zuweisen. Es gibt kein Patentrezept und kein narrensicheres Skript. Jedes Unternehmen muss seine eigene Handlung entwerfen und die Besetzung dahingehend auswählen. Wie bei einer erfolgreichen Show zählt alles – von der Bühne über das Drehbuch bis zu den Darstellern. In diesem Fall bedeutet dies, dass die Daten, Automatisierungsdarsteller und Technologien richtig sein müssen.

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Beitragsdatum: 29.08.2017

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