Ist eine smarte Stadt eine sicherere Stadt?

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Laut Schätzungen der Vereinten Nationen leben 82 % der Bevölkerung Nordamerikas in städtischen Gebieten, verglichen mit 70 % im Jahr 1960. Durch das Bevölkerungswachstum und das zunehmende Tempo und Ausmaß der Verstädterung sind neue Herausforderungen im sozialen und wirtschaftlichen Bereich sowie im Bereich der öffentlichen Sicherheit entstanden. Wachsende Städte mit begrenzten Ressourcen müssen nach neuen Ansätzen suchen, um ihre individuellen Bedürfnisse im Bereich der öffentlichen Sicherheit zu erfüllen, und die Verwaltungen wenden sich zunehmend der Technologie zu, mit dem Ziel, Städte „smarter“ zu machen.

Kognitive Lösungen eröffnen neue Möglichkeiten zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit durch die Kombination von Geräten wie Sensoren und Kameras, IT-Lösungen einschließlich fortschrittlicher Analytik, dem Internet der Dinge (IoT) und sozialen Medien. Ziel ist es, Situationsbewusstsein und -einsicht für Ersthelfer und Entscheidungsträger im Bereich der öffentlichen Sicherheit zu verbessern. Dadurch werden die Sicherheit und Lebensqualität für die Bürger und die Effizienz der Regierungen erhöht, indem Ressourcen in allen verantwortlichen Einrichtungen und Organisationen effektiv und schnell mobilisiert werden können. In Verbindung mit einer vernetzten und kooperativen Gemeinschaft ist dies der Weg zu einer sichereren Stadt der Zukunft.

Echtzeiterkenntnisse und Datenanalysen ermöglichen bessere Entscheidungen im Bereich der öffentlichen Sicherheit.

Situationsbewusstsein und Erkenntnisse ermöglichen sicherere Städte

Um zu veranschaulichen, wie die verschiedenen technologischen Komponenten einer kognitiven Lösung miteinander einhergehen, betrachten wir das Beispiel städtischer Parks, in denen sich an langen Wochenenden Menschenmengen zu Veranstaltungen oder Feiern versammeln. Zu solchen Gelegenheiten muss sich die Stadt auf alle Eventualitäten vorbereiten. Ein Aspekt der Vorbereitung könnte darin bestehen, die Anzahl an Notfallpersonal zu bestimmen, das für die Aufrechterhaltung der Sicherheit erforderlich ist.

Wenn die Stadt nun Zugang zu Daten (einschließlich historischer Daten, z. B. der durchschnittlichen Besucherzahl solcher Veranstaltungen), dem Interesse auf sozialen Netzwerken, den Wetterbedingungen und Angaben zu früheren Straftaten im Stadtgebiet hätte, könnte sie sich besser darauf vorbereiten, Ressourcen im Problemfall effizienter zu verteilen. Eine Ausstattung des Parks mit Überwachungskameras und Drohnen, die einen Überblick über das Ausmaß des Besucheraufkommens ermöglichen, würde es der Stadt zudem ermöglichen, Anzahl und Standorte der zugewiesenen Rettungskräfte auf Grundlage des tatsächlichen Besucheraufkommens statt auf Grundlage von Schätzungen anzupassen. Eine Betrachtung des Ereignisses aus verschiedenen Blickwinkeln würde es der Stadt ermöglichen, proaktiv zu agieren, Probleme zu verhindern und schnell auf nahezu jeden erdenklichen Vorfall zu reagieren – von einem brennenden Foodtruck bis hin zu einem Kind, das sich verlaufen hat.

Je mehr Informationen verfügbar sind, umso smarter und sicherer kann eine Stadt werden.

Sensoren der nächsten Generation könnten enorme Datenmengen erzeugen. Sensoren könnten Städte dabei unterstützen, Verkehrsaufkommen zu analysieren oder die Größe von Menschenmengen, aggressives Verhalten, Personen und Fahrzeuge von Interesse sowie Vorfälle mit Schusswaffen und andere Sicherheitsrisiken zu erkennen. Durch eine zusätzliche Analyse der Sensordaten erhält die Stadt die Möglichkeit, Institutionen der öffentlichen Sicherheit zu informieren, zu benachrichtigen, zu alarmieren und handlungsfähig zu machen. Wenn Städte wachsen, können Situationsbewusstsein und Einblicke aus Daten dazu beitragen, proaktive und reaktive Hilfsmaßnahmen zu beschleunigen, was entscheidend dazu beiträgt, dass die richtige Art von Hilfe am richtigen Ort schneller zur Verfügung steht.

Kognitive Lösungen „erdenken“ Sicherheit

„Intelligente“ Sicherheit beginnt mit der Schaffung einer agilen, robusten kognitiven Grundlage für Informations- und Kommunikationstechnologiesysteme (IKT). Diese Systeme wären gleichzeitig „denkende Lösungen“, die in der Lage sind, verschiedene Datenquellen auszuwerten, aktuelle Bedingungen zu erkennen, zu planen, zu entscheiden und auf diese Bedingungen zu reagieren. Eine kognitive Lösung kann sogar aus den Folgen ihrer Handlungen lernen und aktuelle und zukünftige Entscheidungen anhand von Erkenntnissen aus der Vergangenheit optimieren.

NTT DATA ist einer der wichtigsten Unterstützer für Städte, die sicherer werden wollen, indem wir „denkende Lösungen“ anbieten, die ein besseres Situationsbewusstsein und Einsichten ermöglichen. Bei einer Komplettlösung werden viele Technologien nahtlos kombiniert, um eine höhere Sicherheit zu ermöglichen. Und so funktioniert das:

Sensoren und Edge Computing bei der Arbeit: Die Verwendung einer sicheren, verteilten Plattform mit Mikro-Rechenzentren, die in der Nähe von Sensoren im gesamten Stadtgebiet angesiedelt sind, ermöglicht den schnellen Einsatz von IKT-Ressourcen und eine schnellere Analyse von Sensorsignalen. Dadurch ist die Stadt in der Lage, Sicherheitsvorfälle zu erkennen und schnell Maßnahmen zu ergreifen.

Die Rolle von Prognose- und Diagnoseanalytik: In Mikro-Rechenzentren werden Advanced Analytics genutzt, um Echtzeitdaten an die Standorte zu liefern, wo sie einen maximalen Nutzen erfüllen. Diagnostische Edge Analytics analysieren große Datenmengen, aber senden nur Daten, die darauf schließen lassen, dass es einen Vorfall gab oder eine Überprüfung notwendig ist, zurück zum Hauptrechenzentrum. Dieser Ansatz minimiert die transportierten Datenmengen sowie die Reaktionszeiten, um die Belastung der ICT-Infrastruktur zu reduzieren.

Anwendung von künstlicher Intelligenz (KI): Die kognitive Analyse kann KI und Techniken des maschinellen Lernens aufeinander beziehen und auf vielfältige Edge-Data-Eingänge und -Quellen anwenden, einschließlich historischer Daten, Kriminalitätsinformationen, Wetterdaten und Neuigkeiten in den sozialen Medien. Diese Informationen können genutzt werden, um genauere Erkenntnisse für Notfall- und Schutzdienste, zur Verbrechensbekämpfung und zur Erhöhung der öffentlichen Sicherheit, zu gewinnen.

Deep Learning im Einsatz: Das kognitive Fundament ermöglicht es der IKT-Infrastruktur, Arbeitslast zu überwachen und diese situationsspezifisch dynamisch anzupassen oder zu verschieben. Wenn beispielsweise eine Vermisstenmeldung ausgegeben wird, könnte das kognitive Fundament das Netzwerk automatisch skalieren und die Rechenleistung für die Teile des Systems, die Gesichts- und Kennzeichenerkennungsfunktionen ausführen oder Bilder mit höherer Auflösung als normal erfassen, erhöhen.

Die Kapazität einer kognitiven Lösung, Situationsbewusstsein und Einblicke zu ermöglichen, trägt zur Verbesserung der Entscheidungsfindung im Bereich der öffentlichen Sicherheit bei. Diese Technologielösungen müssen jedoch im Einklang mit den wachsenden Richtlinien der Stadt hinsichtlich Datenschutz und Sicherheit stehen, um das Vertrauen und die Kooperationsbereitschaft der Öffentlichkeit zu stärken. Kognitive Lösungen sind kein Ersatz für den Menschen, sondern dienen vielmehr als Instrument, um den Akteuren der öffentlichen Sicherheit Erkenntnisse zu ermöglichen. Die ideale kognitive Lösung reduziert oder eliminiert falsch positive Ergebnisse drastisch, aber menschliche Erfahrung und gesunder Menschenverstand müssen die Technologie ergänzen und gleichzeitig das Vertrauen der Beteiligten in das System aufbauen.

Ein kooperativer kommunaler Ansatz, bei dem Kommunen Hand in Hand mit der Öffentlichkeit arbeiten und technologische Lösungen nutzen, kann einen großen Beitrag dazu leisten, eine Stadt intelligenter und sicherer zu machen.

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Sehen Sie sich an, wie sich Städte in smarte Städte verwandeln.

Beitragsdatum: 27.08.2018

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