Kenntnis des IoT-Kontinuums (der IoT-Kontinuen) der Fertigung

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IoT und der Zwang zur Transformation

Die Fertigungsindustrie ist riesig. Da Umfang und Tempo der digitalen Disruption exponentiell wachsen und sich beschleunigen, steht enorm viel auf dem Spiel. Laut Manufacturing Institute wird allein die Fertigungsindustrie in Nordamerika auf einen Wert von über 2,18 Billionen US-Dollar geschätzt.

Eine aktuelle Studie von Fujitsu zeichnet ein besorgniserregendes Bild der Zukunft der Fertigung: 90 % der Fachkräfte in der Fertigungsindustrie geben an, dass die Branche bereits von der digitalen Disruption beeinträchtigt wird. 95 % stimmen zu, dass sich ihr Unternehmen weiterentwickeln muss, um Erfolg zu haben, 90 % glauben, dass sich die Branche bis 2021 verändern wird, und 52 % sagen, dass es ihr Unternehmen in der jetzigen Form in fünf Jahren nicht mehr geben wird. Weitere beeindruckende Statistiken zum Thema IoT finden Sie in diesem früheren Blog-Beitrag.

Das Internet der Dinge (IoT) ist die größte transformierende Kraft in der heutigen Produktion. Die Hersteller führen natürlich seit Jahrzehnten Verbesserungen durch Datenerfassung über Sensoren, Systeme und Menschen durch – im Rahmen kontinuierlicher Verbesserungsinitiativen wie Lean Six Sigma oder Kaizen Events. Die digitale Disruption, die dynamischen Marktbedingungen und der harte internationale Wettbewerb heutzutage haben die IoT-basierte Transformation aber zu einer klaren, unvermeidbaren Notwendigkeit für Hersteller auf der ganzen Welt gemacht.

Warum gibt es so miserable IoT-Erfolgsquoten?

Niemand hat je gesagt, dass IoT einfach ist. Die gewaltige Zahl der beteiligten Technologien (Sensoren, Netzwerke, Server, Software usw.), nahezu unbegrenzte Anwendungen (vorhandene und potenzielle) und unzählige Integrationsherausforderungen (Werkstatt bis Unternehmenskern) verhindern eine schnelle Entscheidungsfindung und schnelle/einfache IoT-Implementierungen. Fügen Sie noch allgegenwärtige Sicherheitsbedenken und potenziell hohe Kosten für Fehlversuche hinzu und die an der IoT-Front herrschende Paralyse durch Analyse wird nachvollziehbar

Bedauerlicherweise trägt diese extreme Komplexität auch zu einer hohen Misserfolgsquote bei IoT-Projekten bei. Eine kürzlich von Cisco durchgeführte Umfrage hat ergeben, dass fast 75 % der IoT-Projekte nicht erfolgreich verlaufen.

Angesichts der vielen Bestandteile einer IoT-Bereitstellung ist umfassendes und profundes Fachwissen erforderlich, um Geräte, Prozesse und Personen auf eine Weise zu vernetzen, die zu einer sinnvollen und nachhaltigen Transformation führt. Vielen, wenn nicht den meisten Unternehmen fehlen die internen Ressourcen für die Realisierung einer IoT-Implementierung.

Kenntnis des IoT-Kontinuums (der IoT-Kontinuen)

In der Unternehmenstechnologie ist Komplexität nichts Neues. Durch die konstanten Veränderungen, die gleichzeitig in der gesamten IoT-Landschaft auftreten, erhöht sich die Komplexität jedoch um Größenordnungen. Damit unsere Fertigungskunden den IoT-Plan ihres Unternehmens klarer (und strategischer) in Angriff nehmen oder verbessern können, ist es hilfreich, wenn man beschreibt und detailliert darlegt, an welcher Stelle die Dinge entlang mehrerer wichtiger IoT-Kontinuen stehen:

Kontinuum des technologischen Fortschritts

Das erste und beeindruckendste Kontinuum, mit dem sich alle Hersteller auseinandersetzen müssen, ist die permanente technologische Entwicklung, die ständig einzelne oder alle wichtigen Komponenten von IoT betrifft. Es stellt eine gewaltige Herausforderung dar, herauszuarbeiten, was gerade mit Sensoren, Netzwerken, Gateways, Edge-Computing, Robotik, Plattformen, Anwendungen, AR/VR, KI und Analytik möglich ist. Außerdem wichtig ist eine profunde, ganzheitliche Kenntnis dieses sich ständig weiterentwickelnden Kontinuums, wenn es darum geht, festzulegen, wo Sie mit Ihrer IoT-Strategie beginnen sollen oder was als nächstes zu tun ist.

Kontinuum der IoT-Vorteile (Kosteneinsparungen bei der Umsatzgenerierung)

Ganz oben auf der Liste der Vorteile, die sich Hersteller von IoT versprechen, stehen neben Effizienz- und Produktivitätssteigerungen Kosteneinsparungen. Auch wenn Gewinne an diesen Fronten nicht zu verachten sind, empfehlen wir unseren Fertigungskunden, im Kontinuum der IoT-Vorteile weiter nach unten zu schauen (oder es sogar dorthin zu treiben). Hier ist es entscheidend, kurzfristige Gewinne und langfristigen Erfolg zu berücksichtigen.

Die Allgegenwärtigkeit von Wi-Fi und die Zunahme von Sensoren, die in hergestellte Produkte eingebettet sind, öffnen die Tür für neue Geschäftsmodelle und Einnahmequellen. Hersteller verwandeln sich heute schnell von Herstellern eigenständiger Produkte zu Anbietern von Mehrwertdiensten, wie proaktiver Wartung oder auch Mietservices. IoT ermöglicht Herstellern außerdem den Übergang von der Fertigung großer Mengen von Einzelprodukten zu einem schnelleren, reaktiveren, kundenorientierteren Modell der flexibilisierten Massenproduktion, das sich heute etabliert.

Kontinuum der IoT-Möglichkeiten

IoT-Anwendungsfälle in der Fertigung gibt es massenweise und mit kontinuierlichen, technologischen Fortschritten sind die zukünftigen IoT-Möglichkeiten praktisch grenzenlos. Wenn man sich nur die internen Abläufe ansieht, beginnt das Kontinuum der IoT-Möglichkeiten bei der Sichtbarkeit von Ressourcen/Prozessen/Personen und verläuft über die Optimierung von Ressourcen/Prozessen/Personen bis zur vollständigen Automatisierung von Ressourcen/Prozessen. (Digital Twinning und Robotic Process Automation (RPA) würden in diesem Szenario als relevante technische Bezugspunkte des Kontinuums der IoT-Möglichkeiten dienen.) Wie aber oben bereits ausgeführt, weicht das einmalige, produktbasierte Transaktionsmodell schnell einem erweiterten, servicebasierten Beziehungsmodell, das aus dem Kontinuum der IoT-Möglichkeiten einen leistungsstarken Kreis angefüllt mit nahezu unendlich vielen Wertpunkten macht, die weit über die Fabrikmauern hinausreichen.

Kontinuum der (Ihrer) IoT-Reife

IoT ist in der Fertigung nichts Neues und die meisten Hersteller nutzen IoT in gewissem Umfang. Die Überwachung der Ressourcen und der Produktion sind die heute unter Herstellern am häufigsten genutzten IoT-Apps. Wenn man die überwiegend hochwertigen Spezialgeräte in den Fertigungsstätten und die sehr realen Gewinne (und vermiedenen Verluste) betrachtet, die sich aus der optimalen Ausführung der Produktionsprozesse ergeben, ist dies durchaus nachvollziehbar.

Angesichts des digitalen Tsunamis, der in allen Fertigungssektoren Chaos anrichtet, ist es unerlässlich, dass Sie beurteilen, wo Ihr Unternehmen im Kontinuum der IoT-Reife steht und – ebenso wichtig – wo es nicht nur darum gehen muss, Disruption abzuwehren, sondern sich außerdem für einen nachhaltigen Erfolg zu positionieren.

In dieser Hinsicht ist es von unschätzbarem Wert, einen digitalen Zwilling Ihres Werks (ggf. einschließlich Ihrer Lieferkette und der relevanten IT-Systeme) zu erstellen. Was Sie nicht messen können, können Sie nicht verwalten. Und Sie können nur das messen, was Sie sehen können. Digitale Zwillinge bieten die Sichtbarkeit, die Sie unbedingt brauchen, um Ihre IoT-Strategie in Angriff zu nehmen oder zu verbessern. Sie bieten sowohl einen Plan für den Start als auch eine interaktive visuelle Schnittstelle für die kontinuierliche Echtzeitüberwachung im weiteren Verlauf.

Oracle IoT Cloud und NTT DATA sorgen für IoT-Exzellenz in der Fertigung

Der von NTT DATA bereitgestellte Oracle IoT Cloud Service ermöglicht Herstellern eine schnelle und kostengünstige IoT-Integration in ihre digitale Strategie. NTT DATA hat Hunderte von IoT-Bereitstellungen realisiert, darunter einige der weltweit umfangreichsten und komplexesten, und ist stolz darauf, der bevorzugte Partner von Oracle für eine wachsende Anzahl von Unternehmen zu sein, die ihre IoT-Strategie vorantreiben möchten.

Kontaktieren Sie NTT DATA, um zu erfahren, wie von Oracle und NTT DATA bereitgestelltes IoT Ihr Fertigungsgeschäft für nachhaltigen Erfolg positionieren kann.


Beitragsdatum: 01.10.2019

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