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INDUSTRIE Produktion
LAND USA
MITARBEITER 6.200
Webseite arcosa.com

Arcosa gliedert seine komplexe Infrastruktur und seine Geschäftsanwendungen in weniger als sechs Monaten aus der Muttergesellschaft aus.

Geschäftliche Anforderung

Im Rahmen einer Entflechungsvereinbarung mit Trinity Industries musste Arcosa innerhalb einer ambitionierten Frist seine zentralen Anwendungen und Daten von Trinity abtrennen und gleichzeitig eine neue Infrastruktur bereitstellen.

Die Lösung

Arcosa beauftragte NTT DATA mit der Verwaltung der IT-Trennung, die das Anwendungsmanagement und die vollständige Bereitstellung der hybriden Infrastruktur umfasste, die fristgerecht und im Rahmen des Budgets mit verbesserter Funktionalität und Leistung realisiert werden mussten.

Ergebnisse

  • Ausgliederung der Infrastruktur in sechs Monaten, was eine vorfristige vollständige Abtrennung ermöglicht
  • Migration von 91 zentralen Anwendungen, 30 Datenbanken und 30 TB Daten
  • Neuerstellung und Replizierung von 495 Schnittstellen
  • Aufbau einer neuen hybriden Infrastruktur
  • Minimale Geschäftsunterbrechung bei der Trennung
  • Im Rahmen des Gesamtbudgets und ohne Budgetüberschreitungen, die bei Nichteinhaltung enger Fristen aufgetreten wären
Bob Rosen Bob Rosen CIO,  Arcosa

„Einen großen Vorteil der Partnerschaft mit NTT DATA bildet die profunde Kenntnis der Fertigungsindustrie. Jeder Aspekt unseres Geschäfts als Fertigungsunternehmen hat einzigartige Eigenschaften, die bestimmen, wie Lösungen in unserer Umgebung entwickelt und effektiv eingesetzt werden müssen. NTT DATA versteht diese Nuancen und liefert genau das, was wir brauchen, in dem Moment, wo wir es brauchen.“

Arcosa migriert und modernisiert seine Infrastruktur in weniger als 6 Monaten mit minimalen Betriebsstörungen.

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Die Unterhaltungsindustrie macht es ständig: Aus „The Daily Show“ ist der Spin-off „The Colbert Report“ hervorgegangen. „Grey’s Anatomy“ war die Vorlage für „Station 19“. Außerhalb der Unterhaltungsbranche sind Spin-offs eine uralte Methode, um aus einer erfolgreichen Unternehmung neuen Geschäftswert zu erzielen. Dies geschieht branchenübergreifend, von der Luftverkehrs- und Automobilbranche bis zum Bau- und Energiesektor.

Für ein führendes Fertigungsunternehmen industrieller Produkte und Dienstleistungen wie Trinity Industries war ein Spin-off der perfekte strategische Schachzug. Trinity beschloss, das Geschäft mit Infrastrukturprodukten und -lösungen von anderen Geschäftsfeldern zu trennen und in das eigenständige Unternehmen Arcosa Inc. auszugliedern.

Trennungsangst

Den Teams von Trinity und Arcosa war durchaus bewusst, dass es bei einer Trennung auf die Geschwindigkeit ankommt. Je länger eine Trennung dauert, desto stärker steigt das Risiko für strategische Ablenkungen, den Weggang von Talenten und mögliche Verhaltensänderungen der Aktionäre. „Je schneller wir die Trennung vollziehen konnten, desto schneller konnten unsere Aktionäre die Vorteile der Trennung erkennen“, erklärt Scott Beasley, Chief Financial Officer von Arcosa. „Arcosa war mit seinem Portfolio, dem Managementteam und seiner finanziellen Leistungsfähigkeit für Wachstum auf attraktiven Infrastrukturmärkten aufgestellt. Wir mussten die Ausgliederung jedoch abschließen, bevor wir uns voll und ganz auf unsere neue Wachstumsstrategie konzentrieren konnten.“

Im Rahmen der Entflechtungsvereinbarung musste Arcosa in der Übergangsphase seine Daten-, Finanz- und betrieblichen Informationssysteme mit minimaler Geschäftsunterbrechung von Trinity abtrennen. Arcosa schloss mit Trinity einen Vertrag über Transitionsservices (TSA) ab, der Zahlungen für laufende IT-Services an Trinity regelte, die bis zur vollständigen Unabhängigkeit von Arcosa fällig wurden.

Bob Rosen, der CIO von Arcosa, übernahm die Leitung dieser Aufgabe. „Wir wollten die IT schnell herauslösen, um die Trennung zu beschleunigen und unsere Zahlungen im Rahmen des TSA zu minimieren. Gleichzeitig wollten wir aber auch unsere IT-Infrastruktur modernisieren. Unser Team stand unter enormem Druck“, erinnert sich Rosen. „Wir mussten die gesamte zugrunde liegende Infrastruktur buchstäblich aus dem Nichts aufbauen. Dies als gewaltige Herausforderung zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung.“

Partnerschaft für die Erschaffung der Zukunft

Angesichts des begrenzten IT-Personals, des ambitionierten Zeitplans und der fälligen TSA-Gebühren benötigte Arcosa einen Partner, der die zügige Umstellung unterstützte. Daher wurde NTT DATA beauftragt, die vollständige Herauslösung zu realisieren, eine hybride Infrastrukturlösung sowie nach der Trennung Application Management Services bereitzustellen.

„Die Zusammenarbeit zwischen Trinity und NTT DATA war großartig. Ich habe mit ihren verwalteten Services an den Oracle- und PeopleSoft HR-Plattformen von Trinity, Hyperion Reporting und der OSB Enterprise Integration-Plattform von Dell gearbeitet“, sagt Rosen. „Ein großer Vorteil der Partnerschaft mit NTT DATA ist deren profunde Kenntnis der Fertigungsindustrie. Jeder Aspekt unseres Geschäfts weist einzigartige Eigenschaften auf, die bestimmen, wie Lösungen in unserer Umgebung entwickelt und effektiv eingesetzt werden müssen. Ich war sicher, dass NTT DATA für uns der beste Partner ist, weil sie diese Nuancen verstehen und genau das liefern, was wir brauchen.“

Der IT-Verbund

Arcosa und NTT DATA starteten mit einer sorgfältigen Analyse der komplexen gemeinsamen IT-Landschaft von Trinity und Arcosa, die wie folgt aussah:

  • Über 350 Anwendungen für sämtliche Geschäftsfunktionen – einschließlich Oracle ESP, Infor BPCS, Autodesk, Salesforce und SharePoint
  • 30 wichtige Datenbanken
  • Zwei Datenspeicher mit über 30 TB Daten
  • 360 Dateifreigaben und Basisordner

Außerdem mussten 495 Schnittstellen neu erstellt und repliziert werden. Wir brauchten mehrere Monate, um die von Arcosa als eigenständige Einheit benötigten Anwendungen und Daten zu identifizieren, zu separieren und deren Migration vorzubereiten.

Konkrete Schritte zur Modernisierung

„Diese Trennung bot uns die einzigartige Gelegenheit, die wirklich benötigten Ressourcen zu erkennen und anschließend eine genau dafür modernisierte Infrastruktur bereitzustellen“, sagt Rosen.

Während die Datenspeicher von Trinity und Arcosa getrennt und aus dem Anwendungsstapel 91 ab dem Start wichtige Anwendungen ausgewählt wurden, baute NTT DATA die Infrastruktur in einem dedizierten Rechenzentrum auf. Diese Infrastruktur umfasste Server, Speicher, Netzwerke, Sprachkommunikation und Telefonie sowie Servicemanagement, Helpdesk und Endbenutzer-Support.

Viele Webanwendungen von Arcosa werden auf der Azure-Cloud-Plattform von Microsoft gehostet. Arcosa übertrug die Verwaltung dieser Umgebungen an das Azure-Team von NTT DATA, wodurch die Mitarbeiter von Arcosa andere Innovationsstrategien verfolgen konnten.

Rosen führt weiter aus: „Gemeinsam mit NTT DATA haben wir eine modernisierte hybride Cloud-Infrastruktur geplant, aufgebaut und ausgiebig getestet, die unsere Anwendungen, Daten und Services unterstützt. Wir haben das in sechs Monaten realisiert – vorfristig und im Budgetrahmen. Dann war es an der Zeit, den Schalter umzulegen.“

Die Abnabelung

Der Moment der Wahrheit war gekommen: der Tag der Umstellung der IT auf die neuen Arcosa-Systeme. Es war ein nahtloser Übergang ohne Probleme. „An diesem Tag fühlten wir uns alle wie der einsame Mechaniker aus der Werbung, der vergeblich auf Kundschaft wartet, weil die Geräte nicht kaputtgehen“, erklärt Rosen. „Wir warteten auf Anrufe, Tickets, verbrannte Haare, Dinge, die schiefgehen – aber alles lief reibungslos. Es war eine unglaubliche Großtat, die NTT DATA und die Trinity-IT verblüffend gut gemeinsam realisiert haben.“

Es gab allerdings einige gewaltige, unerwartete Vorteile der digitalen Transformation. „Als COVID zuschlug, konnten wir dank der Robustheit der von NTT DATA entwickelten Infrastruktur unsere Mitarbeiter nahtlos und ohne Probleme auf Remotearbeit umstellen“, sagt Rosen. „Das belegt die Vision und die Kompetenz von NTT DATA.“

Alles auf dem Prüfstand

Für die Zukunft prüft Rosen weitere Möglichkeiten, die Geschäftstätigkeit von Arcosa zu transformieren. „Wir sind an mehreren Fronten im Gespräch mit NTT DATA“, sagt Rosen. „Dazu gehören auch die Migration zahlreicher älterer ERP-Systeme auf neuere Plattformen und die Verbesserung unserer Informationssicherheit. Wir erwägen auch die Integration von Funktionen für maschinelles Lernen, die robotergestützte Prozessautomatisierung und das Internet der Dinge, um unsere Prozesse innerhalb der Arcosa-IT und der Produktion zu verbessern.

„Rückblickend haben wir Unglaubliches geleistet“, erklärt Rosen. „NTT DATA war großartig. Das Unternehmen hat uns in die Lage versetzt, die Ausgliederung durchzuführen und gleichzeitig die Systeme zu optimieren. Was mich aber abgesehen von der Schnelligkeit der Ausgliederung am meisten mit Stolz erfüllt, sind die Präzision und der Erfolg der Umstellung einer komplexen Umgebung ohne irgendeinen Zwischenfall. Die Ergebnisse waren hervorragend und unsere Systeme laufen weiterhin sehr, sehr gut und können bei Bedarf jederzeit skaliert werden.“

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